Beschreibung des Verhaltens:
Der analoge Istwert von analogen I/O1000 Modulen am CANopen Buskoppler EPM-S110 nimmt anstatt einem negativen Wert einen sehr großen positiven Wert an (>65000) - Istwertsprung.
Unter welchen Bedingungen tritt das Verhalten auf?
Die Kanäle der I/O1000 Module EPM-S400, EPM-S401, EPM-S402, EPM-S403 und EPM-S408 am CANopen Buskoppler EPM-S110 besitzen den Datentyp WORD. Damit besitzen die Prozessvariablen, die im E/A-Abbild des I/O-Moduls deklariert werden, ebenfalls diesen Datentyp. Wird der Wert an der analogen Klemme negativ, führt dies zu einem sehr hohen positiven Wert der Prozessvariablen.
Betroffene Produkte:
PLC Designer V3.0
CANopen Buskoppler EPM-S110 mit Analogeingangsmodule EPM-S400, EPM-S401, EPM-S402, EPM-S403 und EPM-S408
Kurzfristige Maßnahmen:
Konvertieren Sie den Datentyp der Prozessvariablen von WORD nach INT. Eine einfache Möglichkeit dazu ist, eine globale Variable von Typ INT zu deklarieren und diese im E/A-Abbild des Moduls dem Kanal zuzuweisen.
Begrenzen Sie zusätzlich den Wertebereich der Variablen auf Werte zwischen 0 und 16384.
Bewertung:
Der Wertebereich der oben erwähnten analogen I/O1000-Eingangsmodule liegt werkseinstellungsseitig zwischen 0 und 16384. Trotzdem können die Module einen sehr kleinen negativen Wert messen und an die Steuerung übermitteln. Aufgrund des voreingestellten Datentyps der analogen Kanäle im PLC Designer kann der ausgewertete Istwert anstatt eines negativen Wertes einen sehr großen positiven Wert annehmen und damit zu Fehlinterpretation in der PLC-Logik führen. Unter 'Kurzfristige Maßnahmen' ist eine applikative Lösung beschrieben.